
Hovawartzwinger vom Adlerfelsen
Mitglied im Rassezuchtverein für Hovawarthunde e.V.
Schutzdienst
Schutzdienst
ist für viele ein heikles Thema. Ich bekomme oft zu hören, dass Hunde die im
Schutzdienst gearbeitet werden, sehr aggressiv sind und ein Zusammenleben
mit Kindern ja dann undenkbar ist. Wenn ich den Leuten dann sage, dass der
Hund, der sich gerade auf ihrem Schoß kuscheln lässt, auch ein Schutzhund
ist, können die meisten es kaum glauben.
Gerade in der Zeit, in der wir sehr viel Besuch von Welpeninteressenten
hatten, war das ein großes Thema. Meine Frau und ich haben darüber viele
Gespräche geführt. Ich kenne viele Hunde, die im Schutzdienst gearbeitet
werden, und trotzdem in einer Familie mit Kindern leben.
Ich denke, dass es immer darauf ankommt, wie man mit den Hunden arbeitet.
Zum einen haben sich die Trainingsmethoden in den letzten Jahren sehr
verändert. Dies äußert sich darin, dass Hunde nicht ständig im Wehrtrieb
(d.h. u. a. durch Aggression) gearbeitet, sondern über den Beutetrieb durch
Spielen aufgebaut werden. Zum anderen gehört auch hier ein gewisses
Verantwortungsgefühl dazu.
Der Schutzdienst ist in erster Line ein Sport, in dem der Hund seine
natürlichen ein Stück weit Triebe ausleben kann, weshalb diese Tätigkeit ihm
viel Spaß bringt. Und dieser steht auch bei mir selbst im Vordergrund. Meine
persönlichen Ziele sind dabei keine deutschen Meisterschaften oder ähnliche
Prüfungen, was aber nicht bedeutet, dass ich nicht mit Ernst bei der Sache
bin.
Jeder möchte Erfolg haben, die Frage ist nur, wie jeder seinen persönlichen
Erfolg definiert. Für mich ist es ein Erfolg, wenn ich Spaß mit meinem Hund
an der Arbeit habe und, wenn es gut läuft, auch eine Prüfung machen kann.
"Es soll nicht genügen, dass man Schritte tue, die einst zum Ziele führen,
sondern jeder Schritt soll Ziel sein und als Schritt gelten."
Johann Wolfgang von Goethe
Bei meinen Seminaren konzentriere ich mich in erster Linie auf den Aufbau
von Junghunden. Ich versuche zu verdeutlichen, wie man ganz leicht das
Spielen mit dem Hund in den Schutzdienst umlenken kann. Sie werden sehen,
wie viel Freude Ihr Hund an dieser Arbeit entwickelt. Wenn Sie einmal
angefangen haben, möchte ihr Hund es nicht mehr missen.
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